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Was fehlt sind junge Ärzte

Wie sichert man die medizinische Versorgung in Warstein? Die Krankenhausleitung und lokale Politiker diskutierten über den Mangel an jungen Ärzten und die Bedeutung von Vernetzung

Das Wichtigste in Kürze

  • Gemeinsamer Dialog: Die Leitung des Maria Hilf Krankenhauses traf sich mit lokalen und regionalen Politikern.
  • Herausforderung Land: Es wurde ein zunehmender Mangel an jungen Ärzten in ländlichen Gebieten festgestellt.
  • Vernetzung ist entscheidend: Die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Dienstleistern wie dem Krankenhaus und dem Seniorennetzwerk wurde hervorgehoben.
  • Kritik an der Ausbildung: Die zunehmende Spezialisierung in der Ärzteausbildung wurde als Problem für eine ganzheitliche Patientenversorgung diskutiert.
  • Zukunft Warsteins: Die Stadt muss attraktiver für junge Mediziner und Pflegekräfte werden, um die Versorgung langfristig zu sichern.

Warstein – Die medizinische Versorgung in Warstein steht auf einem soliden Fundament. Doch wie bleibt das so? Das war das zentrale Thema eines Treffens am Maria Hilf Krankenhaus. Die Krankenhausleitung um Geschäftsführer Gunnar Stammen diskutierte gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Hellmich, Bürgermeister Dr. Thomas Schöne und weiteren Vertretern der SPD. Einigkeit herrschte bei der zentralen These von MdB Hellmich: „Der Patient steht immer im Mittelpunkt.“

Herausforderung Land versus Stadt

Alle Beteiligten stellten fest, dass es immer schwieriger wird, den Standard der Grund- und Nahversorgung in ländlichen Regionen zu halten. Wolfgang Hellmich fasste die Situation prägnant zusammen: „Köln hat auch für Mediziner einen ganz anderen Reiz als das platte Land.“ Der Mangel an Haus- und Fachärzten ist eine spürbare Konsequenz, die Krankenhaus und Patienten gleichermaßen betrifft. Bürgermeister Dr. Schöne nannte als Beispiel die zweijährige Suche nach einem Nachfolger für eine Praxis in Suttrop.

Kritik an der Ausbildung, Vernetzung als Schlüssel

Umso wichtiger wird die Zusammenarbeit und Vernetzung. Geschäftsführer Gunnar Stammen verwies auf die gute Kooperation mit der LWL-Klinik und die Rolle des Seniorennetzwerks als wichtige Anlaufstelle. Gleichzeitig kritisierte er eine Entwicklung in der Ärzteausbildung: „Die Spezialisierung wird in der Ausbildung immer stärker auf einzelne Felder eines Fachgebiets bezogen.“ Dies führe dazu, dass Patienten mit dem gleichen Leiden oft von mehreren Fachärzten untersucht werden, was zu doppelten Diagnosen und unnötigen Wegen führen kann. Am Maria Hilf-Krankenhaus schloss er diese Probleme jedoch weitestgehend aus, da hier eine große Nähe und reger Austausch zwischen den Abteilungen bestehe.

Das Fazit des Treffens war klar: Warstein muss sich starkmachen, um für junge Ärzte und Fachpersonal attraktiv zu werden. Bürgermeister Dr. Schöne sieht die Stadt hier bereits auf einem guten Weg und ist im engen Austausch mit der Ärzteschaft.

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