Bei einigen fehlt das Problembewusstsein
Melanie Rautert koordiniert das Senioren-Netzwerk des Maria Hilf Krankenhauses. Sie kämpft gegen den demografischen Wandel und hilft, die Versorgung älterer Menschen zu sichern.

Das Wichtigste in Kürze
WARSTEIN – „Menschen helfen“ – das ist die Motivation von Melanie Rautert. Ihre Rolle im sozialen Dienst des Krankenhauses Maria Hilf hat sie durch eine Weiterbildung zur Case-Managerin gefunden. Heute arbeitet sie als Koordinatorin des Senioren-Netzwerks, das älteren Patienten und ihren Angehörigen bei der Sicherung der Versorgung nach einem Krankenhausaufenthalt hilft.
Die Herausforderung des demografischen Wandels
Melanie Rautert ist überzeugt, dass der demografische Wandel die Versorgung älterer Menschen zunehmend erschweren wird. „Deshalb müssen wir den Blick auf die Frage richten, was wir tun können, um dieses Problem zu lösen“, sagt sie.
Das Senioren-Netzwerk ist ein wichtiger Baustein, um die Einrichtungen, die sich um die Versorgung älterer Menschen kümmern, zu koordinieren und so das Versorgungsdefizit zu verkleinern. Rautert vermisst jedoch weitere innovative Modelle und verweist auf Länder wie die Niederlande, die die Bürokratie im Pflegedienst bereits deutlich gesenkt haben.
Eigenverantwortung und frühzeitige Vorsorge
Rautert appelliert an die Eigenverantwortung von Senioren und deren Angehörigen: „Wir würden uns freuen, wenn Senioren oder ihre Angehörigen unser Netzwerk öfter im Vorfeld und von sich aus kontaktieren.“ Oft kämen die Fragen erst in akuten Situationen auf, wenn ein Patient nach dem Krankenhausaufenthalt nicht mehr selbstständig leben kann.
Melanie Rautert hilft dann nicht nur bei der Suche nach Möglichkeiten, sondern auch beim Ausfüllen von Anträgen. Sie merkt, dass viele Senioren sich nur ungern mit Alter, Krankheit und Tod beschäftigen, da „bislang ja alles immer noch irgendwie funktioniert hat“. Doch sie ist sich sicher, dass sich die Situation bald verschärfen wird.
„Das Senioren-Netzwerk sei daher bislang auch noch ein „kleines Pflänzchen“, das wir noch wachsen lassen müssen, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein“, so Rautert.
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