Zufrieden mit Kleinstadt Krankenhaus
Mahmoud Derega, Unfallchirurg im Maria Hilf Krankenhaus, begleitet Patienten „von A bis Z“. Ein Porträt über seine Leidenschaft für Orthopädie, Kleinstädte und Fotografie.

Das Wichtigste in Kürze
- Patientenbegleitung: Mahmoud Derega begleitet seine Patienten von der Diagnose bis zur Genesung im MVZ und Krankenhaus.
- Vielseitige Erfahrung: Er hat in großen Kliniken in Libyen und Deutschland gearbeitet, aber bevorzugt die persönliche Atmosphäre in Warstein.
- Parallele zur Ingenieurwissenschaft: Derega sieht Ähnlichkeiten zwischen Orthopädie und Ingenieurwesen, besonders in der Endoprothetik.
- Ehrenamtlicher Einsatz: 2011 war er als Kriegschirurg in Tripolis tätig.
- Persönliche Hobbys: In seiner Freizeit widmet er sich der Porträtfotografie.
WARSTEIN – Seit Anfang 2018 ist Mahmoud Elhadi Derega als Unfallchirurg und Facharzt für Orthopädie im Maria Hilf Krankenhaus Warstein und im MVZ tätig. Der gebürtige Libyer, der seit zehn Jahren in Deutschland lebt, legt großen Wert auf einen persönlichen und umfassenden Behandlungsweg.
Derega sieht in seinem Beruf Parallelen zu seinem ursprünglichen Berufswunsch, Ingenieur zu werden: „Bei beidem geht es um Maße, um Winkel und um Materialien.“ Insbesondere in der Endoprothetik, bei der Einsetzung von Knie- oder Hüftgelenken, sei Präzision entscheidend.
Patientenbegleitung „von A bis Z“
Seine Arbeit teilt Derega zwischen einer 50-Prozent-Stelle im Krankenhaus und einer 50-Prozent-Stelle im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) auf. Diese Aufteilung kommt seiner Arbeitsphilosophie sehr entgegen, denn sie ermöglicht ihm die Behandlung „von A bis Z“.
„Es liegt mir sehr am Herzen, den gesamten Weg mit dem Patienten gemeinsam zu gehen“, sagt Derega. So kann er seine Patienten von der ersten Untersuchung im MVZ bis zur Nachsorge nach einer Operation im Krankenhaus begleiten. Dieses Konzept steht im Gegensatz zu großen Kliniken, wo der Operateur oft nur kurz vor dem Eingriff Kontakt mit dem Patienten hat.
Kleinstadt versus Großstadt: Ein bewusstes Bekenntnis
Trotz seiner Erfahrung in großen Krankenhäusern – sowohl in seiner Heimat als auch in Köln und Hamm – bevorzugt Derega die Arbeit in der Kleinstadt Warstein.
„Klein ist besser. […] Hier hat man besseren Kontakt zu den Patienten“, betont er. Er schätze es, nach nur einem halben Jahr die Patienten persönlich zu kennen. Die technische Ausstattung des Maria Hilf Krankenhauses sei trotz der Kleinstadtlage auf dem neuesten Stand.
Menschlichkeit in Kriegszeiten und Porträtfotografie als Hobby
Mahmoud Derega hat in seinem Berufsleben auch extreme Situationen erlebt. 2011 arbeitete er ehrenamtlich als Kriegschirurg in Tripolis, um den Opfern des Arabischen Frühlings zu helfen. „Es war selbstverständlich, dass ich hinfahre und helfe“, sagt er über diese anstrengende, aber auch lehrreiche Zeit.
In seiner Freizeit widmet sich Derega einem anderen Fokus auf den Menschen: der Porträtfotografie. Seine schwarz-weißen Bilder, die oft ausdrucksstarke Gesichter zeigen, würde er gerne bald im Krankenhaus ausstellen, um sie den Patienten zu präsentieren.
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