Inhaltsübersicht

Warum Anästhesiechefin Elke Schulte das Piepen braucht

Elke Schulte, Leiterin der Anästhesie im Maria Hilf, erklärt, warum sie das Piepen der Geräte braucht. Ein Porträt über ihre 30-jährige Erfahrung.

Das Wichtigste in Kürze

  • 30 Jahre Erfahrung: Elke Schulte ist seit 30 Jahren in der Anästhesie tätig, davon 13 Jahre als Leiterin.
  • Besondere Hörfähigkeit: Sie erkennt am Rhythmus des Piepens, ob es dem Patienten gut geht, ohne auf den Monitor zu schauen.
  • Patienten im Fokus: Sie legt großen Wert darauf, Patienten die Angst vor Operationen zu nehmen.
  • Technischer Fortschritt: Neue Medikamente und Geräte machen Narkosen sicherer und das Aufwachen schneller.
  • Große Verantwortung: Der Beruf ist abwechslungsreich und bringt eine große Verantwortung mit sich, was ihr besonders gefällt.
  • WARSTEIN – Im Aufwachraum der Chirurgie am Krankenhaus Maria Hilf herrscht eine ganz besondere Geräuschkulisse: das gleichmäßige Piepen der Überwachungsgeräte. Für Elke Schulte, Leiterin der Anästhesie, ist dieser Rhythmus Musik in den Ohren. „Es fehlt einem richtig was, wenn es hier nicht piept“, lacht sie. „Man hört am Rhythmus des Piepens, wie es dem Patienten geht, hat so immer im Hinterkopf: Es ist alles gut.“

    30 Jahre Erfahrung im Dienst der Patienten

    Seit 30 Jahren ist Elke Schulte in der Anästhesie tätig, davon seit 13 Jahren als Leiterin. In dieser Zeit hat sie nicht nur in der Chirurgie gearbeitet, sondern auch im Kreißsaal bei Periduralanästhesien (PDA) und im Schockraum bei Notfällen.

    Ihre Arbeit ist eine Herzensangelegenheit: „Ich mache meine Arbeit gerne, weil man den Patienten vor der Operation begleitet, ihm die Angst nehmen kann, dann bei der OP dabei ist und später beim Aufwachen.“ Sie nimmt sich vor jeder Operation viel Zeit, um die Patienten über Narkosemöglichkeiten aufzuklären und ihnen die häufigste Angst zu nehmen: das Gefühl, nicht mehr aufzuwachen.

    Schneller wach, schneller fit

    Im Aufwachraum überwacht Elke Schulte mit ihrem Team die Vitalfunktionen der frisch Operierten, bis sie auf die Normalstation verlegt werden können. Die heutigen Medikamente ermöglichen ein deutlich schnelleres Erwachen. „Die Patienten sind viel schneller ansprechbar und nach der Operation schneller fit“, berichtet sie. Während die Patienten früher eine halbe Stunde brauchten, um langsam wieder zu sich zu kommen, sind heute viele schon 15 Minuten nach dem Eingriff ansprechbar.

    Auch die Technik hat sich stark weiterentwickelt. Früher wurde der Blutdruck von Hand gemessen, heute übernehmen dies die Geräte automatisch, was dem Personal mehr Zeit für die Betreuung des Patienten gibt. Trotz aller Technik liegt die Verantwortung beim Menschen. Elke Schulte betont, warum sie ihren Beruf nach wie vor liebt: „Unser Beruf ist sehr abwechslungsreich, denn jeder Patient reagiert anders auf die Narkose. Und man hat eine große Verantwortung – der Patient ist uns während der Narkose ausgeliefert und muss sich darauf verlassen, dass wir ihn gut betreuen.“

    Über den Autor

    Teile diesen Artikel

    Andere Artikel zum Thema Patientengeschichte

    Darum wandte sich Dr. Elena Fegler von der Gynaekologie ab
    Patientengeschichte
    20 August 2025

    Darum wandte sich Dr. Elena Fegler von der Gynaekologie ab

    Zufrieden mit Kleinstadt Krankenhaus
    Patientengeschichte
    20 August 2025

    Zufrieden mit Kleinstadt Krankenhaus

    Zwischen Zeckenbiss und Adrenalin pur
    Patientengeschichte
    20 August 2025

    Zwischen Zeckenbiss und Adrenalin pur

    Haben Sie Fragen oder benötigen Sie eine Beratung?

    Wissen ist der erste Schritt zur Besserung. Der nächste ist das persönliche Gespräch. Unser Team ist für Sie da.