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Drive-In zum Corona-Abstrich

In Warstein wurde ein zentrales Drive-In-Abstrichzentrum eingerichtet. Es trennt Verdachtsfälle vom normalen Praxis-Alltag und sorgt für schnelle, sichere Tests.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zentrales Abstrichzentrum: In Warstein wurde ein Drive-In-Testzentrum für Corona-Abstriche eingerichtet.
  • Sicherer Ablauf: Patienten bleiben im Auto, während der Abstrich von Ärzten in Schutzkleidung genommen wird.
  • Kooperation: Das Projekt ist eine enge Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus Maria Hilf.
  • Erfahrung aus der Krise: Die Organisation profitierte von den Erfahrungen der Warsteiner Legionellen-Krise.
  • Effiziente Vorgehensweise: Das Zentrum an der ehemaligen Gutenbergschule ermöglicht schnelle Termine und einen reibungslosen Ablauf.
  • WARSTEIN – Angesichts der Corona-Pandemie haben niedergelassene Ärzte aus Warstein, Rüthen und dem Möhnetal in enger Abstimmung mit dem Krankenhaus Maria Hilf ein zentrales Abstrichzentrum an der ehemaligen Gutenbergschule eingerichtet. Das sogenannte Drive-In-Testzentrum trennt Verdachtsfälle vom normalen Patienten-Verkehr in den Arztpraxen und ermöglicht eine schnelle und sichere Testung.

    Schnelle und sichere Abläufe

    Patienten mit möglichen Corona-Symptomen melden sich zunächst telefonisch bei ihrem Hausarzt. Bei einem begründeten Verdacht wird dann ein Termin im Abstrichzentrum vereinbart. Die Testung verläuft denkbar einfach und schnell: Der Patient fährt in seinem Auto vor, lässt auf Anweisung das Fenster herunter, und der Arzt entnimmt den Abstrich aus der Nase. Das gesamte Prozedere dauert nur wenige Minuten.

    Dr. Thomas Zimmermann, der seine Unterstützung nach seiner Pensionierung angeboten hatte, und Dr. Dörte Wolfkühler loben den reibungslosen Ablauf. Der Standort an der Gutenbergschule ist ideal, da auf dem Schulhof genügend Platz für die wartenden Autos ist und die Einbahnstraße für einen geordneten Verkehrsfluss sorgt.

    Kooperation und Erfahrungen aus früheren Krisen

    Die Ärzte betonten, wie wichtig es sei, die erste Infektionswelle abzufangen und die Ressourcen zu schonen. „Die meisten Ärzte haben nur ein Wartezimmer. Deshalb würden Corona-Patienten automatisch mit Nicht-Corona-Verdächtigen zusammensitzen und diese vermutlich anstecken. Deshalb haben wir uns schnell darauf verständigt, dass wir ein zentrales Abstrichzentrum einrichten müssen“, erklärt Dr. Zimmermann.

    Dr. Matthias Becher unterstreicht, dass die enge Zusammenarbeit und die schnelle Organisation der Ärzte in der ländlichen Region ausschlaggebend für die rasche Umsetzung des Zentrums waren. Hierbei spielten auch die Erfahrungen aus der Legionellen-Krise im Jahr 2013 eine Rolle. Damals habe man gelernt, frühzeitig über mögliche Szenarien nachzudenken und sich vorzubereiten.

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