Keine Geburten mehr in Warstein
Das Maria Hilf Krankenhaus in Warstein schließt seine Geburtshilfe ab dem 1. April 2019 vorübergehend. Personelle Engpässe und die Suche nach Nachfolgern sind die Gründe.

Das Wichtigste in Kürze
WARSTEIN – Nach knapp 21.000 Geburten schließt das Krankenhaus Maria Hilf seine Geburtshilfe. Ab dem 1. April 2019 wird der Kreißsaal vorübergehend nicht mehr betrieben. Für alle Verantwortlichen ist dies eine „bittere Nachricht“, die jedoch angesichts der aktuellen Realität unumgänglich ist.
Personelle Engpässe als Hauptgrund
Hauptgrund für die Schließung sind personelle Engpässe. Geschäftsführerin Anita Daschner betonte, dass der 24-Stunden-Dienst an sieben Tagen in der Woche nicht mehr zu gewährleisten sei. Die Situation spitzte sich zu, da der letzte verbliebene Belegarzt, Dr. Heiner Hölting, Mitte des Jahres in den Ruhestand geht. Die Entscheidung musste daher schneller als erwartet getroffen werden.
Ein kleines Hintertürchen bleibt jedoch offen, da die offizielle Formulierung lautet: „Die Geburtshilfe wird ab 1. April 2019 vorübergehend nicht betrieben.“ Die gynäkologische Behandlung von Dr. Hölting bleibt jedoch bis zu seinem Ruhestand Mitte des Jahres bestehen.
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