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Mahnung vom Gesundheitsminister

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann besuchte das Krankenhaus Maria Hilf. Er stellte klar, dass der Standort nicht infrage steht, mahnte aber die Organisationsform an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Klare Zusage: Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sicherte dem Krankenhausstandort Warstein Zukunftsfähigkeit zu.
  • Kritik an Einzelstellung: Er stellte die Organisationsform infrage und regte eine engere Zusammenarbeit an.
  • Erfolgsmodell: Der Beiratsvorsitzende der DKU, Jochen Jungbluth, bezeichnete das Krankenhaus als Erfolgsmodell, das trotz seiner geringen Größe profitabel ist.
  • Fokus Altersmedizin: Geschäftsführer Gunnar Stammen berichtete, dass die Klinik zukünftig als alterstraumatologisches Zentrum zertifiziert werden will.
  • Mangel an Pflegekräften: Laumann betonte, dass die gesamte Gesellschaft gefordert sei, das Problem des Pflegemangels zu lösen.
  • WARSTEIN – „Dieser Standort steht nach den jetzigen Erkenntnissen des Ministeriums nicht infrage.“ Mit diesen Worten sorgte Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, für Erleichterung im Krankenhaus Maria Hilf. Dennoch mahnte der Politiker während seines Besuchs an, dass die Krankenhauslandschaft sich verändern werde.

    Kooperationen statt Verbund

    Der Minister stellte die Organisationsform des Hauses, das sich als Einzelklinik keinen größeren Verbünden angeschlossen hat, infrage. Er betonte, dass man über das „Wie“ des Erhalts reden müsse.

    Jochen Jungbluth, Beiratsvorsitzender der Deutschen Klinik-Union (DKU), die das Krankenhaus seit 2010 stützt, bezeichnete das Maria Hilf als ein Erfolgsmodell. Das Haus sei trotz seiner geringen Größe und ländlichen Strukturen „bedingt profitabel“, was jedoch eine permanente Anstrengung aller Beteiligten erfordere.

    Ärztlicher Leiter Dr. Rolf Cramer hob die zahlreichen Kooperationen hervor, die dem Krankenhaus eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherten. Geschäftsführer Gunnar Stammen ergänzte, dass man sich zunehmend auf die Altersmedizin konzentriere und die Zertifizierung als alterstraumatologisches Zentrum anstrebe.

    Landarztquote und Pflegenotstand

    Ein weiteres Gesprächsthema war der Mangel an Landärzten. Laumann sieht die Landarztquote als wichtigen Lösungsansatz, um junge Mediziner für ländliche Regionen zu gewinnen.

    Zum Thema Pflegenotstand machte der Minister deutlich, dass die steigende Zahl der Pflegebedürftigen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Er forderte Familien, Freunde und Vereine auf, sich stärker in der Betreuung älterer Menschen zu engagieren, um die Pflegeheime zu entlasten.

    Abschließend besichtigte Laumann den neuen Schockraum und den Hubschrauberlandeplatz. Zuvor hatte er sich im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt Warstein eingetragen.

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