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Nicht hämmern eher schneiden und nähen

Dr. Frank Houben, Chefarzt der Chirurgie, spricht über seine Arbeit. Er erklärt, warum seine Arbeit im Maria Hilf Krankenhaus Warstein mehr als nur operieren bedeutet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Chirurgie als Kunst: Dr. Frank Houben, Chefarzt der Viszeralchirurgie, beschreibt seinen Beruf als mehr als nur manuelle Arbeit.
  • Sichtbare Heilung: Ihn motiviert die Möglichkeit, durch operative Eingriffe eine schnelle und sichtbare Heilung zu erreichen.
  • Patientennähe: Er schätzt den direkten Kontakt zu seinen Patienten in einem kleineren Krankenhaus.
  • Doppelfunktion: Seit einem halben Jahr arbeitet er auch im MVZ, was ihm eine umfassende Patientenbetreuung ermöglicht.
  • Heimatgefühl: Der gebürtige Mönchengladbacher fühlt sich in der Warsteiner Region sehr wohl.
  • WARSTEIN – In Filmen werden Chirurgen oft als grobe Handwerker dargestellt, die mit Hämmern und Sägen arbeiten. Dr. Frank Houben, Chefarzt der Viszeralchirurgie im Krankenhaus Maria Hilf, wehrt sich gegen dieses Klischee. „Die Vorstellung, dass Chirurgen brachial vorgehen, ist nicht richtig“, sagt er. „Ich bin nur zu 30 Prozent Operateur, zu 70 Prozent bin ich einfach Arzt.“

    Als Viszeralchirurg und Proktologe beschäftigt er sich mit den Organen des menschlichen Körpers. „Das ist schon auch manuelle Arbeit“, beschreibt er seine Operationen, „aber nicht hämmern, sondern eher schneiden und nähen.“

    Faszination Chirurgie: Vom Traumjob Kinderarzt zum Viszeralchirurgen

    Dr. Frank Houben wollte schon immer Medizin studieren. Nach einer Hospitation verabschiedete er sich jedoch schnell von seinem Traum, Kinderarzt zu werden, und entschied sich für die Chirurgie. Ihn fasziniert, dass er hier zwei Aspekte vereinen kann: „Wir haben die Diagnostik wie ein Internist, aber auch Möglichkeiten, durch operative Maßnahmen eine sichtbare Heilung herbeizuführen.“

    Trotz der oft schnellen Erfolge gibt es auch Misserfolge, die den Chefarzt nicht kaltlassen. „Jeder Misserfolg geht einem nahe“, betont er.

    Vorteile eines Kleinstadt-Krankenhauses

    Seit November 2011 ist Dr. Houben Chefarzt der Chirurgie in Warstein und fühlt sich in der Region heimisch. Die Entscheidung, an einem kleineren Krankenhaus zu arbeiten, war bewusst: „Ich bin Chefarzt, aber ich kenne trotzdem alle meine Patienten.“ An einer Uniklinik wäre dieser direkte Kontakt zu den Menschen nicht möglich.

    Seit einem halben Jahr arbeitet Dr. Houben in Doppelfunktion und unterstützt auch im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ). Dadurch kann er Patienten sowohl vor als auch nach einer Operation betreuen, was ihm die Möglichkeit gibt, die Qualität seiner Arbeit selbst zu überprüfen. „Und für die Patienten ist das auch gut“, schließt Dr. Houben.

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