Stayin alive gibt den Rhythmus zur Reanimation
Das Krankenhaus Maria Hilf schult Schüler in Reanimation. Mit dem Rhythmus von „Stayin’ Alive“ lernen Jugendliche, wie einfach es ist, im Notfall Leben zu retten.
Das Wichtigste in Kürze
Realschüler lernen lebensrettende Wiederbelebungstechniken
Schulleiterin Christine Terske zeigte sich begeistert von dem Projekt: „Es ist wichtig, dass die Schüler lernen, die erste Hemmschwelle zu überwinden.“ Das Projekt stellte zudem eine ideale Ergänzung zur Schulsanitäter-Ausbildung dar.
Leben retten lernen mit Musik
Slawa Andreas und sein Team wollten den Schülern zeigen, dass Leben retten einfacher ist, als man denkt. „Wir wollen den Schülern die Angst nehmen, etwas falsch zu machen“, erklärte Andreas. Praktische Übungen an drei Puppen waren daher unerlässlich.
Susanne Gremme, stellvertretende Pflegedienstleiterin, verdeutlichte: „Zeit ist wichtig. Das Gehirn ist unser Computer und es braucht Sauerstoff.“ Die Schüler lernten, wie man vom ersten Ansprechen über die Kontrolle der Atmung bis zum Absetzen des Notrufs und dem Start der Wiederbelebung vorgeht. Auch der Umgang mit dem Defibrillator wurde geübt.
An den anderen beiden Puppen lernten die Schüler, im Takt von „Stayin' Alive" von den Bee Gees, die Herzmassage durchzuführen. „Der Song hat in etwa 100 Beats pro Minute“, erklärte Andreas. So wurde der richtige Rhythmus für die Wiederbelebung spielerisch vorgegeben.
„Prüfen. Rufen. Drücken.“ – Die drei wichtigsten Schritte
Zum Abschluss der Aktion ermutigte Slawa Andreas die Jugendlichen noch einmal, in jedem Fall zu helfen. „Es ist wichtig anzufangen und nicht zu hoffen, dass schon etwas passiert.“ Er versicherte den Schülern: „Wenn ihr helft, kann man euch juristisch nichts anhängen.“
Die Mitarbeiter des Krankenhauses Maria Hilf waren mit diesem Projekt zum ersten Mal im schulischen Bereich unterwegs. Ihr Leitfaden, um Ängste abzubauen, lautet: „Prüfen. Rufen. Drücken. Wenn ihr diese drei Schritte mitnehmt, dann würden wir uns sehr freuen.“
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