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Zwischen Zeckenbiss und Adrenalin pur

Martina Arnskötter leitet die Zentrale Aufnahme im Krankenhaus Maria Hilf. Ein Porträt über ihren vielfältigen Job, der von Zeckenbissen bis Adrenalin pur reicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zentrale Figur: Martina Arnskötter leitet seit 2003 die Zentrale Aufnahme im Krankenhaus Maria Hilf.
  • Abwechslungsreicher Job: Ihr Arbeitsalltag reicht von der administrativen Arbeit bis zur Notfallversorgung.
  • Hohe Verantwortung: Sie erlebt eine Mischung aus Reiz und Angst, da im Notfall jede Sekunde zählt.
  • Starkes Team: Der Zusammenhalt im Team und die Unterstützung der Familie sind entscheidend, um den Anforderungen gerecht zu werden.
  • Effiziente Abläufe: Die Bedeutung des Schockraums und standardisierte Abläufe sichern die schnelle Versorgung schwerstverletzter Patienten.
  • WARSTEIN – „Ich werd’ Krankenschwester.“ Dieser Gedanke schlug bei Martina Arnskötter wie ein Blitz ein. Heute, im Alter von 55 Jahren, leitet sie die Zentrale Aufnahme im Maria Hilf Krankenhaus Warstein, eine Anlaufstelle, die es zu Beginn ihrer Laufbahn noch gar nicht gab. Arnskötter hat die Abteilung von Grund auf mit aufgebaut und bereut diesen Schritt bis heute nicht.

    Das vielfältige Aufgabengebiet einer Leiterin

    Seit 2003 leitet Martina Arnskötter die Zentrale Aufnahme. Ihre Aufgaben sind vielfältig und haben sich im Laufe der Jahre verändert. Während sie anfangs mehr direkten Patientenkontakt hatte, sind ihre Tätigkeiten heute administrativer. Dienstplangestaltung und das Erstellen von Standards gehören ebenso zu ihren Aufgaben wie die Koordination der gesamten Abteilung.

    Trotzdem fehlt ihr die Nähe zu den Patienten manchmal. Ihr Berufsalltag kann von der Behandlung eines Patienten mit einem Zeckenbiss im einen Moment zu einem Notruf mit Adrenalin pur im nächsten wechseln. Dieses ständige Auf und Ab beschreibt sie als eine „ganz seltsame Mischung aus Reiz und Angst“.

    Teamwork und Standardisierung im Notfall

    Die Arbeit in der Zentralen Aufnahme kann sehr fordernd sein. Arnskötter hat festgestellt, dass die Aggressivität und Respektlosigkeit mancher Patienten zugenommen hat, besonders in der Nachtschicht. Umso wichtiger ist der enge Zusammenhalt im Team und die Unterstützung durch ihre Stellvertreterin Beate Menzel.

    Eine wichtige Neuerung in den Abläufen ist die Zertifizierung des Schockraums, der am 18. April nach Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie ausgezeichnet wurde. Gregor Strosing, Oberarzt für Anästhesie, verdeutlicht die Bedeutung: „Wenn man sein Auto an der Werkstatt abgibt, dauert es vielleicht eine halbe Stunde, bis die Reifen gewechselt sind. In der Formel 1 aber können Reifen auch innerhalb von vier Sekunden gewechselt werden.“

    Im Notfall hat jeder im Team klar definierte Aufgaben. Auf einer blauen Linie im Schockraum steht Martina Arnskötter bereit, um eine Fallnummer für den Patienten anzulegen, Blut abzunehmen und Analysen durchzuführen. Die Dankbarkeit der Patienten sei das, was sie trotz allem immer wieder motiviert.

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